Was ist Entwicklungspolitik?
Entwicklungspolitik ist die Gesamtzahl aller Mittel und Handlungen, die von Entwicklungs- und Industrieländern eingesetzt werden, um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Allgemeiner ausgedrückt sind alle Massnahmen, die auf eine normative bestimmte Veränderung der Lage der Entwicklungsländer im nationalen und internationalen Bereich abzielen, eine entwicklungspolitische Massnahme. Der Entwicklungspolitik liegt notwendig der Begriff der Entwicklung zugrunde. Gemeinhin wird dieser als Grad des technischen und gesellschaftlichen Fortschritts eines Landes oder einer Region angesehen.
Auch das Entwicklungsleitbild der Grundbedürfnisbefriedigung konnte den Entwicklungsstand einer Volkswirtschaft nicht grundlegend verändern: Die wenigen Personen, denen durch die direkte Hilfe ein Sprung aus der Armut gelang, richteten tendenziell ihre Arbeitskraft ausschließlich darauf, die Kluft zwischen ihrem erworbenen "Wohlstand" und den Armen aufrecht zu erhalten. Ein neues Konzept soll dafür sorgen, dass die arme Bevölkerung in die Lage versetzt wird, eigenständig die eigenen Lebensbedingungen zu verbessern, ohne sich an Standards in anderen Ländern zu messen. Hierbei steht das Prinzip der "Hilfe zur Selbsthilfe" im Vordergrund.
Aber was sind genau die Probleme eines Entwicklungslandes. Hier ein paar Stichwörter:
- Bevölkerungswachstum
- Historische Bedingungen: Kolonialismus, Ungleicher Tausch, Dependenz
- Verstetigtes ungerechtes internationales Weltwirtschaftssystem
- Druck zur Teilnahme an Globalisierung
- Kapitalknappheit/mangelnder Technologietransfer
- Starke Einkommensdisparitäten
- Grosses Stadt-Landgefälle
- Rapider sozialer Wandel => hohe soziale Kosten von Entwicklung
- Armut + Krankheiten
- Bad Governance + Schwache zivilgesellschaftliche Strukturen
- Gewalt, bewaffnete Konflikte, Kriege
- Umweltzerstörung
Die wichtigsten Akteure, die sich mit der oben genannten genannte Probleme auseinandersetzen sind:
- Staatliche
- Multilaterale (Banken, UN-System, EU)
- Bilaterale (Einzelstaaten)
- Nicht Staatliche
- Private
- Kirchliche/religiöse
- Advocacy + Durchführung von Projekten
Die Felder auf den sich die Akteure bewegen, sind:
- Entwicklungskooperation
- Demokratisierungsunterstützung
- Friedensförderung
- Humanitäre Hilfe
Letztes Update: 15/06/2009 um 15:29




