Ernst Lange

Ursprünglich bedeutete das griech. Wort ,,Ökumene": bewohnter Erdkreis. Die ökumenische Bewegung und der Ökumenische Rat der Kirchen meint tatsächlich den „bewohnten Erdkreis“, die ganze Schöpfung Gottes, wenn es um die Gemeinschaft der Menschheit in Frieden, um Gerechtigkeit und um die Bewahrung der Schöpfung geht. Die Gemeinschaft der Kirchen als Zeichen weiterreichender Einheit sind deshalb gemeinsames Ziel der ökumenischen Bewegung.

Ernst Lange ging von der theologischen Voraussetzung aus, dass die Kirche nicht um ihrer selbst willen existiere und nicht Selbstzweck sei, sondern "Kirche für die Welt" sein müsse. "Kirche sein für die Welt" hat den Charakter der "Zeit- und Weggenossenschaft" des befreienden Gottes mit den Menschen und der Menschen miteinander. "Das Fremde soll nicht mehr fremd sein" gehört ebenso dazu wie die politische Verantwortung einer Gemeinde, wenn sie ihren WeggenossInnen gerecht werden will.

Ernst Lange betrachtete die Welt als "verbesserliche Welt". Er forderte ein, über die Belange der eigenen Lebenswelt hinauszudenken. Mit der "verbesserlichen Welt" meint er tatsächlich die ganze Welt, geleitet von der konkreten Friedens- und Gerechtigkeits-Utopie des Schalom als Bedingung einer menschlichen Zukunft. Damit geht er Hand in Hand mit Dietrich Bonhoeffer, Dorothee Sölle, Paulo Freire und vielen anderen.

Letztes Update: 01/06/2005 um 16:55

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