Veröffentlichungen

Resolution gegen Terror und Gewalt

der Evangelischen StudentInnen-Gemeinde Bremen,

vom 12.10.2001

Wir sind zutiefst bestürzt über das Leid, das den unzähligen Menschen in den USA bei den Anschlägen vom 11. September 2001 zugefügt wurde. Unser Mitgefühl und unsere Gebete gelten den Trauernden. Die Verantwortlichen für diese Terroranschläge müssen auf rechtsstaatliche Art und Weise zur Verantwortung gezogen werden.

Den Wunsch nach Rache können wir nachvollziehen. Dennoch kann Rache nicht die Richtschnur unseres Handelns sein. Von daher lehnen wir Militärschläge gegen andere Länder ab. Sie fordern nur noch mehr Menschenleben, rufen noch mehr Leid hervor, ohne nach den Ursachen des Terrors zu suchen und sie zu bekämpfen. Eine Politik, die den Terrorismus wirksam bekämpfen will, muss ihm den sozialen, politischen und ideologischen Nährboden entziehen, in dem er gedeiht. Erforderlich sind zivile Maßnahmen, Bekämpfung der Armut durch gerechte Handelsstrukturen, Respekt für die Unterschiedlichkeit von Kulturen und Religionen und nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung.

Zutiefst besorgt sehen wir in die Zukunft. Die Verschärfung von Maßnahmen für die innere Sicherheit lindern nicht die Verletzlichkeit der Demokratie, sondern schränken die Freiheit des Individuums ein. Die Sprache in Politik und Medien darf nicht polarisieren und die Beweglichkeit von Denken und Handeln einschränken. Fundamentalismus darf den Dialog der Religionen weder dominieren noch verhindern. Von daher fordern wir,

"There is no way to peace, peace is the way."

Martin Luther King

Letztes Update: 01/06/2005 um 16:55

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